Pressemitteilung der beiden Biolandbauvereine bio-LABEL und demeter, Luxemburg

Biologischer Landbau ist Trinkwasserschutz!
Anlässlich des internationalen Wassertages haben die Trinkwasserversorger und das Innenministerium mit einigen Aktionen auf das lebenswichtige Gut Trinkwasser aufmerksam gemacht. Durch die notwendige Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie haben sich eine Reihe von Akteuren sowie Verwaltungen zusammen raufen müssen, um zu zielorientierten Maßnahmen im Wasserschutz zu kommen.

Strategie „Bio-Landbau und Trinkwasserschutz“ findet in Luxemburg überhaupt keine Berücksichtigung!
Die beiden Biologischen Landbauverbände bio-LABEL und demeter beklagen, dass nach aktiver Mitarbeit in workshops zur Wasserahmenrichtlinie, mehreren Angeboten und Hinweisen bei den zuständigen Stellen, Seminare zusammen mit einem Wasserversorger (bereits vor über 10 Jahren!) sowie workshops in einer grösseren Gemeinde (jeweils mit Experten aus dem Ausland) der Biologische Landbau überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird. Dabei ist die Sache doch so klar: wo nichts angewendet wird, kann auch nichts schädigen! Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft ist der Einsatz von mineralischen Stickstoffdüngern und von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel in der biologischen Landwirtschaft nicht erlaubt. Es besteht somit keine Gefahr von Pflanzenschutzmittelrückständen im Wasser und im Fall der Nitratbelastung sind reduzierende Effekte zu erwarten. Im biologischen Landbau gelten die Grundsätze wie Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, abwechslungsreiche, weitgestellte Fruchtfolgen, Bodenbedeckung während einer möglichst langen Zeit des Jahres, beschränkte Stickstoffmengen in den Betrieben und beschränkter Tierbesatz pro Fläche. Die Vorteile des biologischen Landbaus für unser Trinkwasser sind wissenschaftlich belegt: In einem Vergleich von 40 Trinkwasserschutzprojekten weltweit war der Biologische Landbau mit 28 Projekten deutlich besser als die konventionellen Landwirtschaft.

Bio-Landbau hilft den Wasserversorgern Geld sparen
In Deutschland gibt es mehrere Fallbespiele von Wasserversorgern, die die biologische Landwirtschaft in Wasserschuzzgebiete unterstützen wie z.B. die Stadtwerke München. und die Kommunalen Wasserwerke Leipzig. Mit lediglich rund einem halben Cent pro Kubikmeter Trinkwasser schlägt sich das Programm Ökologischer Landbau im Mangfalltal derzeit auf den Wasserpreis nieder - ein sehr geringer Betrag, der voll und ganz der Qualität des Münchner Trinkwassers zugute kommt. Als Alternative bliebe früher oder später nur die Wasseraufbereitung, die allerdings mit weitaus höheren Kosten verbunden wäre und behandeltes „Kunstwasser” zum Ergebnis hätte.

Mögliche Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität durch die Landwirtschaft
Die Landwirtschaft kann Gewässer durch den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln, den Einsatz von Stickstoff- und Phosphatdüngern und auch durch bakteriologische Einträge über Gülle und Mist belasten. Solche Einträge kommen vor allem durch unsachgemäße Anwendungen oder hohen Dosierungen zustande, können aber auch bei guter landwirtschaftlicher Praxis zu Problemen führen. Sie haben aber vor allem mit den Veränderungen in der Landwirtschaft zu tun: Intensivierung der Pflanzenproduktion, Verengung der Fruchtfolgen bis zu Monokulturen (z.B. Mais, Getreide), Grünlandumbruch mit flächenmässigem Einsatz von Totalherbiziden wie Roundup, Medikamentenresten aus der Tierbehandlung, u.a. Dies kann zu Gewässerbelastungen führen, die früher oder später mit hohen Kosten in der Wasseraufbereitung verbunden sind, welche die Allgemeinheit zu tragen hat und auch nicht immer zu dem gewünschten Resultat führt. Auch in der Luxemburger Landwirtschaft ist Handlungsbedarf angesagt, stammt doch der überwiegende Teil des Nitrats im Grundwasser aus der Landwirtschaft, der verursacht wird durch die Ausbringung von 220 bis 260 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr. Die Landwirtschaftskammer sowie auch verschiedene Forschungseinrichtungen betreuen verschiedene Wasserschutzprojekte und versuchen, eine Verringerung der Nitratauswaschung und von Pflanzenschutzmittelrückständen sowie einen Erosionsschutz zu erreichen.

bio-LABEL und demeter

„Bio-Agrar-Präis“

Leindotter-Öl macht das Rennen

„Mention spéciale“ für Bio-Weingut Sunnen-Hoffmann aus Remerschen


3.12.2009


(raz) - Am Mittwochabend wurde der erste, mit 4 000 Euro dotierte Luxemburger „Bio-Agrar-Präis“ verliehen. Preisträger ist Charles Goedert aus Ospern, der seit kurzem Öl aus einer seit der Kelten-Zeit in Luxemburg kaum noch genutzten Pflanze gewinnt: dem Leindotter. Eine „mention spéciale“ ging an das Weingut Sunnen-Hoffmann, das sich im Jahr 2001 als erstes in Luxemburg auf Bio umgestellt hatte.

Bevor er die Preise verlieh, wies Landwirtschaftsminister Romain Schneider darauf hin, dass der Bio-Agrar-Preis auf einen Aktionsplan der EU-Kommission aus dem Jahr 2004 zurückgeht. Ziel sei es, die Bio-Anbaufläche in Luxemburg von derzeit 3 535 Hektar auf 6 000 Hektar im Jahr 2013 zu vergrößern. „Es handelt sich nicht um eine Nischenpolitik, sondern um eine reelle Alternative zur traditionellen Landwirtschaft“, so Romain Schneider.

Innovativer Charakter

Der Minister würdigte den innovativen Charakter des Projektes von Charles Goedert. Er nutze mit Leindotter („caméline“) wieder eine Pflanze, die schon vor 4 000 Jahren in unseren Gegenden zur Ölgewinnung genutzt worden sei. Auch übernehme Charles Goedert selbst die Vermarktung unter der Marke „T'Charlys Oil“. „Ich habe das Öl bereits selbst probiert: Es hat einen exzellenten Geschmack und ist reich an Omega-3-Fettsäuren“, so der Minister. Charles Goedert bewirtschaftet seinen 63 Hektar großen Betrieb, auf dem Rinder und Schweine gehalten werden, seit 1999 nach den Regeln der biologischen Landwirtschaft.

Mit der „Mention spéciale“ für das Weingut Sunnen-Hoffmann wird die aktive Rolle der Geschwister Yves Sunnen und Corinne Kox-Sunnen in der Einführung des Bio-Weinbaus in Luxemburg sowie ihre Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt. Das Weingut ist im Rahmen des nationalen Aktionsplans für Bio-Landwirtschaft ein Vorführbetrieb, der seit 2005 auch regelmäßig von Schulklassen besucht wird. Mittlerweile haben sich zwei weitere Winzer für die Umstellung auf Bio-Produktion entschieden.

Sechs weitere Kandidaten

Sechs weitere Kandidaten hatten am Wettbewerb teilgenommen. Der „Naturhaff“ in Derenbach wurde 2006 mit einer Fläche von 120 Hektar auf Bio umgestellt; Moorschnucken (eine Schafsrasse) und Angus-Rinder weiden auf 44 Hektar Wiesen. Der 30 Hektar kleine Betrieb von André Zewen aus Fouhren setzt auf 110 „Texel“-Schafe, deren Fleisch ab Hof vermarktet wird, und über 1 000 Walnussbäume, aus deren Früchten Öl gewonnen wird. Auf dem Hof „Ditgesbaach“ in Ettelbrück wird eine Therapie für psychisch kranke Personen angeboten: unter anderem werden Obst und Gemüse angebaut, Hühner gehalten und eine Therapie mit Pferden durchgeführt.

Die „Toodlermillen“ von Armand Keiser lässt schottische Hochland-Rinder an steilen Hängen grasen und bietet ein Heuhotel an. Daniel Baltes aus Stegen hält neben Milchziegen zur Käseproduktion auch Limousin-Rinder, Ponys und Legehennen. Auf dem 95 Hektar großen Hof von Mario Kleer aus Everlingen leben 2 300 Legehennen und 60 Mutterkühe; auch werden Zwiebeln und Sellerie angebaut.

 

Landwirtschaftsausschuss: Große Chancen liegen im Ausbau der Biolandwirtschaft


copyright by indimedia


Ziemlich offene Türen sind die beiden Bio-Landbauvereine bio-Label und Demeter eingerannt, als sie den Agrarausschuss des Parlamentes zu einer Besichtigung eines Bio-Bauernhofes eingeladen haben, um über die Praxis des biologischen Landbaus zu informieren. Hierbei handelte es sich quasi um eine Fortsetzung des Besuches der Kommission im Mai in der "Oikopolis" in Munsbach, dem Luxemburgischen Vermarktungszentrum für Biolebensmittel. Bei der Begehung des Bio-Label Betriebs "An Dudel" der Familie Emering in Sprinkange wurde schnell klar, dass die Parlamentarier dem einstigen Nischenbereich der Landwirtschaft sehr offen und positiv gegenüberstehen und dort große Chancen für die Zukunft sehen.

-Biolandwirtschaft nährt den Bauer

Das junge Landwirtsehepaar hat bereits im Jahr 2000 auf biologische Landwirtschaft umgestellt, zunächst mit Milchviehhaltung die aber zwischenzeitlich aufgegeben wurde. Mittlerweile ist der Hof der einzige Produzent von Bio-Masthähnchen und -hühnchen im Land. Hier liegt schon der erste Unterscheid zur konventionellen "Schnellmast", dort werden die weiblichen Kücken nicht aufgezogen, sondern direkt vergast und als Abfall entsorgt - weil sie die Mastleitung nicht erfüllen. Den 9.600 Tieren in Sprinkange steht während ihrer Aufzucht von 81 Tagen mit zehn Tieren pro Quadratmetern eine doppelt so große Fläche und ein großer Auslauf zur Verfügung. Die Tiere wachsen ohne Stress und Aggressionen auf, sie werden zu 90% mit Biofutter versorgt und kommen ohne Antibiotika aus. Daneben bewirtschaftet man noch 25 Hektar Grünland und 45 Hektar Ackerbaufläche, die großen Auslaufflächen für die Masthühner bieten als "Nebeneffekt" noch Raum für den Obstanbau.
Bei den Gesprächen der Abgeordneten mit dem Landwirtsehepaar wurde schnell klar, dass Biolandwirtschaft sicherlich Risken ausgesetzt ist, aber gute finanzielle Erträge bringt. Die Masthähnchen erzielen einen doppelt so hohen Preis wie die konventionellen Hühnchen, die oft nur 40 Tage lang aufgezogen werden. Wobei bei in der Hähnchenmast mehr Aussicht und Pflege der Tiere gefragt ist, als körperliche Arbeit.

-Mangel an Strukturen

Während der Vertrieb in Luxemburg über die Genossenschaft BioG und die belieferten Supermärkte bestens funktioniert, mangelt es an Infrastruktur auf der Verarbeitungsseite. Marc Emering liefert seine rund 9.000 Hähnchen alle drei Monate bei einer belgischen Schlachterei ab, die die Weiterverarbeitung übernimmt. Die Mitglieder des Agrarausschusses sahen es als notwendig an, weitere Betriebe in Luxemburg für die Biohähnchenmast zu begeistern und im Rahmen der Großregion entsprechende Verarbeitungsstrukturen zu schaffen. Hinzu kommt, dass die hohe Nachfrage nach Bio-Produkten in Luxemburg auch auf diesem Sektor durch Importe aus dem Ausland befriedigt werden muss. Luxemburg kann nach den gesprächsweise geäußerten Schätzungen höchstens zehn Prozent des eigenen Biobedarfs abdecken.

Von den Vertretern der Biolandbauverbände wurde auf die zahlreichen ökologischen und sozialen Aspekte der Biolandwirtschaft hingewiesen, bestes Beispiel sei der Trinkwasser- und Gewässerschutz.
Wohlwollend steht der Landwirtschaftsausschuss auch einer Initiative der Ackerbauverwaltung (ASTA) gegenüber, die demnächst dem Landwirtschaftsminister einen Aktionsplan zum Ausbau der Biolandwirtschaft vorlegen will, um den Anteil an der Gesamtlandwirtschaft von derzeit knapp drei Prozent zu verdoppeln.
Die Umstellung eines Landwirtschaftlichen Betriebs auf "Bio" dauert immerhin drei Jahre, wird aber von der in der "Oikopolis" angesiedelten "Bio-Berodung" begleitet und aktiv untersützt.
pw

 

Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg a.s.b.l.

IBLA Luxemburg

Gründung am 23. November 2007 im Oikopolis

Pressemitteilung

Biobauern gründen das “Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg“, IBLA – Luxemburg

Am Freitag den 23. November haben die beiden Bio-Landbauvereine bio-LABEL Luxemburg und Demeter Luxemburg eingeladen, um das neu gegründete “Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg”, IBLA Luxemburg vorzustellen. Das neue Institut wird dabei unterstützt vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FIBL aus Frick/Schweiz. Hauptgründungsmitglieder des Vereins sind die beiden Bio-Vereine Demeter und bio-LABEL Luxemburg, das FIBL aus der Schweiz, sowie weiterhin Biobauern, Bio-Verarbeiter, Händler sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens.

Ziel und Aufgabe des Institutes
Ziel des Institutes ist die Forschung im Biolandbau in Luxemburg zu thematisieren und einzuführen. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Luxemburg keine Forschung, die den biologischen Landbau in den Mittelpunkt stellt und die Methoden des biologischen Landbaus erforscht oder auch bestehende wissenschaftliche Ergebnisse des Biolandbaus berücksichtigt. Das Institut möchte daher zuerst wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Ausland in Luxemburg allgemein bekannt machen und wissenschaftliche Ergebnisse auch vermehrt in der eigenen Beratungsstelle für biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft zur Geltung bringen. Mittelfristig sollen aber auch eigene Projekte und Untersuchungen durchgeführt werden und entsprechende Partner in Luxemburg sowie Gelder hierzu gefunden werden. Das neue Institut versteht sich nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Forschungsstellen, sondern soll komplementär den Bereich der Forschung im biologischen Landbau abdecken. Das IBLA Luxemburg möchte hierzu verschiedene Projekte aufgreifen und durchführen und auch die Hilfe und die Partnerschaft von einschlägigen Institutionen und Verwaltungen mit einbeziehen.

Forschungsinstitut FIBL aus der Schweiz als Partner
Mit dem FIBL aus der Schweiz wurde ein sehr kompetenter Partner gefunden. An dem Institut für biologischen Landbau in Frick arbeiten mehr als 100 Personen in den verschiedensten nationalen und internationalen Projekten zur Erforschung des Biolandbaus und dessen Bedeutung für unsere zukünftige Gesellschaft. Für die Gründung des Institutes ist der Direktor Dr. Urs Niggli angereist und weist auf die bisherigen, vielen positiven Eigenschaften des biologischen Landbaus hin, welche auch in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt sind. Der biologische Landbau schont die Umwelt am besten, schafft Arbeitsplätze und das besonders im ländlichen Raum, wirkt sich positiv auf die Märkte aus und ist die klimafreundlichste Form der Landwirtschaft. Auch kleine Länder wie die Schweiz und Luxemburg können hierzu ihren Beitrag leisten und sollen auch ihre Stärken hierzu nutzen.

Agrarforschung in Luxemburg
Die Forschung in der Landwirtschaft in Luxemburg erfolgt im Wesentlichen über das CRP Gabriel Lippmann und Henri Tudor, in enger Zusammenarbeit mit dem Fond National de la Recherche (Finanzierung) und verschiedenen Ministerien (vor allem Landwirtschaft). Forschungsbereiche sind z.B. Wasser- und Bodenschutz, Nachwachsende Rohstoffe und Biomasseverwertung, usw.

1. Forschungsfelder für IBLA Luxemburg: Beispiele

In Luxemburg gibt es zurzeit 73 Biobauern, die eine Fläche von etwas über 3.300 ha (ca. 2,6%) bewirtschaften. Des Weiteren gibt es über ein Dutzend zertifizierte Verarbeiter. In der Schweiz gibt es rund 6.300 Biobauern mit 117.117 ha (ca. 11% der landwirtschaftlichen Nutzfläche). In Europa gibt es etwa 7 Millionen ha Biolandbaufläche.
Seitens verschiedenen, nach Luxemburg eingeladenen Wissenschaftlern und Referenten wurden wir öfters angesprochen, wieso Luxemburg sich nicht bemüht, das ganze Land auf Biologische Landwirtschaft umzustellen. Ein solches Szenario könnte z.B. Inhalt eines umfassenden Forschungsprojektes sein.
Von allen Formen der Landwirtschaft hat der Biolandbau die geringsten negativen Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt. Dies wurde bereits in vielen Untersuchungen belegt, wobei die positiven Gesamt-Ökobilanzen hervorstechen.
In der Klimaschutzdiskussion spielt der Biologische Landbau bisher kaum eine Rolle, obwohl Energie eingespart und infolge höherer Humusgehalte der Böden mehr CO2 eingelagert wird. Die Vorzüge des Biolandbaus gehören daher unbedingt in die Klimaschutzforschung. In diesem Zusammenhang muss auf die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit hingewiesen werden und dass die dauerhafte Bodenfruchtbarkeit nicht für Klimaschutzprojekte wie z.B. den Anbau Nachwachsender Rohstoffe geopfert wird. Hier bedarf es vermehrter Forschung resp. einen gesamtheitlichen Ansatz in der Forschung.
In Trinkwasserschutzgebieten werden bisher Düngepläne für die Betriebe erstellt, um Dünge- und Spritzmittel zu reduzieren, aber der Verzicht steht nicht zur Debatte. Einzelne Projekte werden wissenschaftlich begleitet, jedoch spielt der Biolandbau als Konzept keine Rolle.
Weitere Forschungsfelder ergeben sich entsprechend weiteren Prioritäten und auch finanziellen Gegebenheiten.

Versuchs- und Demonstrationsfelder
Bisher wurden seitens der Beratungsstelle einige Felderbegehungen/Jahr auf Biobetrieben durchgeführt. In der traditionellen Landwirtschaft gibt es einige Demonstrations- und Versuchsflächen, aber ohne Bio-Landbauvariante. Die Biobauern machen ihre eigenen Versuche, müssen aber auch das Risiko selbst tragen. Seitens des Institutes IBLA soll ein Demonstrations- und Versuchsbetrieb aufgebaut werden, ein Bio-Betrieb hat diesbezüglich schon Interesse angemeldet.

2. Beratung biologische Landwirtschaft
Seit 7 Jahren gibt es in Luxemburg seitens den beiden Biovereinen bio-LABEL und Demeter eine Beratungsstelle für biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft. Diese soll eine Sparte des neuen Instituts sein, um mittelfristig eine direkte Verbindung zwischen der Forschung und der Beratung herzustellen, wie das z.B. auch am FIBL der Fall ist.

3. Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
Das FIBL besitzt eine gute Kollektion an Broschüren und anderen Dokumentationen, von denen viele auch in Luxemburg zu Einsatz kommen können. Mit dem FiBL wollen wir Fachinformationen zum Biologischen Landbau zielgruppengerecht aufbereiten, für Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft genauso wie für Laien.

Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg asbl.
- IBLA Luxemburg
13, parc d'activité Syrdall, L-5365 Munsbach

Weitere Informationen bei den beiden Bio-Vereinen Luxemburgs:
Aendekerk Raymond, bio-Label Luxemburg; aendekerk@biolabel.lu;
Tel: 261523 88
Anja Staudenmayer, Demeter Luxemburg, demeter@pt.lu
Tel: 261533 80